Ausstellung | Männer, Machos, Memmen
Männerbildnisse des 21. Jahrhunderts

Vernissage | Do, 12. Oktober 2017 um 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer | Fr, 13. Oktober bis 14. November 2017
Ausstellungsort | strictly HERRMANN, Taborstraße 5, 1020 Wien, www.strictlyherrmann.com

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CALL FOR WORKS | Thematischer Rahmen
Als Impulsgeber für diese Ausstellung steht das Buch „Männer, Machos, Memmen“ (Hißnauer/Klein 2002), das sich um das Thema „Männlichkeit im Film“ dreht und darlegt, wie unterschiedlich und auch widersprüchlich Männlichkeitsbilder im Film, vor allem in den 80er bzw. 90er Jahren, vertreten sind. Männliche Geschlechterverhältnisse aufzuzeigen und zu analysieren ist ein Ziel der Disziplin der Men’s Studies (oder auch Kritische Männerforschung genannt) die, aus den Gender Studies kommen, zentralen Konzepte aus den feministischen Ansätzen der Frauen- und Geschlechterforschung aufnimmt und weiterverfolgt.

Auch wenn die Gender Studies sich als Disziplin mit den impliziten Festschreibungen von Männlichkeit und Weiblichkeit im Alltag wie in den Wissenschaften beschäftigt, und der Fokus auf Fragen nach Hierarchie, Differenz, Rollen und Stereotypen von, zwischen und über Geschlechter liegt, so ist „die Frau“ die Referenz, der Kalibrierungspunkt in der Betrachtungsweise besonders in der Kunst. Der Versuch eines Perspektivenwechsels und einer weiterführenden Auseinandersetzung mit männlichen Rollenbildern zu vollziehen, erfolgte zuletzt 2013 im Zentrum von zwei Ausstellungen, die unabhängig von einander im Leopold Museum und im Lentos Kunstmuseum gezeigt wurden, mit dem Schwerpunkt der Darstellungen von männlicher Nacktheit, eingebettet in einem geschichtlichen Kontext.

Die Ausstellung „Männer, Machos, Memmen“ mit den bewusst klischeehaft gewählten Verschlagwortungen durch Benennung von Stereotypen – Titulierungen, die sich bis heute gehalten haben – möchte zu einer weiteren Beschäftigung und künstlerischen Auseinandersetzung einladen. Die Frage ist, wie charakterisieren sich diese Klischees, was versteht man/frau unter diesen Kategorisierungen und wie sehen diese aus? Auch haben sich heute die Begrifflichkeiten erweitert, Sugar Daddy, Sissyboy oder Toy Boy sind aktuelle Rollenzuweisungen und zeigen geänderte soziale und gesellschaftliche Betrachtungen in den Verhältnissen zwischen den Geschlechtern auf. Gefragt sind Werke, die sich in sozial-kritischer, spielerischer, gender-spezifischer oder traditioneller Art und Weise diesem Thema nähern.

Quelle: Christian Hißnauer, Thomas Klein (Hg.), Männer, Machos, Memmen. Männlickeit im Film (Mainz 2002).

Medien
Es sind alle Medien erlaubt, wobei die Größe der Werke abgestimmt sein sollte auf die Räumlichkeit, d. h. Bilder, Fotografien, Zeichnungen etc. sollten nicht größer als 1 m x 1,50 m sein, Skulpturen max. 1,80 cm hoch bzw. 1 m breit und Videoarbeiten richten sich an den gewählten Bildschirm, wobei dieser von den Kunstschaffenden selbst gestellt werden muß.

EINSENDUNGEN
Bei den Arbeiten interessieren uns alle Medienformen. Bitte sendet uns Abbildungen eurer themenrelevanten Werke (gern mit Info-Text und biografischen Angaben) als komprimierte PDF-Datei an folgende E-Mailadresse:
bm_kuratoren@gmx.at
oder direkt an
gabi.baumgartner@gmx.net
silvia.muellegger@gmx.at

Einsendeschluß | 15. August 2017