Männer, Machos, Memmen – Männerbildnisse

Ausstellung | Männer, Machos, Memmen – Männerbildnisse
Ausstellungsdauer | Fr, 13. Oktober bis 11. November 2017
Ausstellungsort | strictly HERRMANN, Taborstraße 5, 1020 Wien

Künstler*innen
Elina Deberdeeva, Monika Dorninger, Christian Flora, AnaMaria Heigl, Michaela Konrad, Ada Muntean, Stefan Nützel, Philipp Penz, Roland Pum, Hannes Rohringer, Vinzenz Schüller, Walter Strobl

Programm
Do, 12. Oktober 2017 | 19.00 Uhr
Eröffnung | Burlesque Performance: Horse
Musikalischer Ausklang: Café Duo

Di, 17. Oktober 2017 | 19.00 Uhr
Kabarett | Eugen Prehsler

Di, 24. Oktober 2017 | 19.00 Uhr
Lesung | Im Hamsterrad | Michael Kaiser

Di, 31. Oktober 2017 | 19.00 bis 22.00 Uhr
Foto-Shooting | Halloween | Stefan Nützel

Do, 9. November 2017 | 19.00 Uhr
Vortrag | Kraftsport und Doping | Christian Binder, CrossFit District 2

Ausschreibungstext
Als Impulsgeber fur diese Ausstellung steht das Buch „Männer, Machos, Memmen“ (Hißnauer 2002), das sich um das Thema „Männlichkeit im Film“ dreht und darlegt wie unterschiedlich und auch widersprüchlich Männlichkeitsbilder im Film, vor allem in den 80er bzw. 90er Jahren, vertreten sind. Männliche Geschlechterverhältnisse aufzuzeigen und zu analysieren ist ein Ziel der Disziplin der Men’s Studies (oder auch Kritische Männerforschung genannt) die, aus den Gender Studies kommen, zentralen Konzepte aus den feministischen Ansätzen der Frauen- und Geschlechterforschung aufnimmt und weiterverfolgt. Auch wenn die Gender Studies sich als Disziplin mit den impliziten Festschreibungen von Männlichkeit und Weiblichkeit im Alltag wie in den Wissenschaften beschäftigt, und der Fokus auf Fragen nach Hierarchie, Differenz, Rollen und Stereotypen von, zwischen und über Geschlechter liegt, so ist „die Frau“ die Referenz, der Kalibrierungspunkt in der Betrachtungsweise besonders in der Kunst. Der Versuch eines Perspektivenwechsels und einer weiterführenden Auseinandersetzung mit männlichen Rollenbildern zu vollziehen, erfolgte zuletzt 2013 im Zentrum von zwei Ausstellungen, die unabhängig von einander im Leopold Museum und im Lentos Kunstmuseum gezeigt wurden, mit dem Schwerpunkt der Darstellungen von männlicher Nacktheit, eingebettet in einem geschichtlichen Kontext.

Die Ausstellung „Männer, Machos, Memmen“ mit den bewusst klischeehaft gewählten Verschlagwortungen durch Benennung von Stereotypen – Titulierungen, die sich bis heute gehalten haben – möchte zu einer weiteren Beschäftigung und künstlerischen Auseinandersetzung einladen. Die Frage ist, wie charakterisieren sich diese Klischees, was versteht man/frau unter diesen Kategorisierungen und wie sehen diese aus? Auch haben sich heute die Begrifflichkeiten erweitert, Sugar Daddy, Sissyboy oder Toy Boy sind aktuelle Rollenzuweisungen und zeigen geänderte soziale und gesellschaftliche Betrachtungen in den Verhältnissen zwischen den Geschlechtern auf.  Gefragt sind Werke, die sich in sozial-kritischer, spielerischer, gender-spezifischer oder traditioneller Art und Weise diesem Thema nähern. (© Silvia Müllegger)

 

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