Ausstellung 1918 – 1938 – 2018

Ausstellung | 1918 – 1938 – 2018
Ausstellungsdauer | 6. bis 27. Juni 2018
Ausstellungsort | Bezirksvorstehung Wieden, Favoritenstraße 18, 1040 Wien

Künstler*innen
crackthefiresister, Anneliese Erdemgil-Brandstätter, Bernd Ertl, Sarah Fellner, Christian Flora, Monika Lederbauer, Martina Montecuccoli, Doris Neidl, Petra Paul, Christain Sova, Eva Maria Wais, Angela Zwettler

Programm
Vernissage | 5. Juni 2018 | Lesung Eva Gebestsroither, Vera Potuzak
Finissage | 27. Juni 2018 | Performance von crackthefiresister

Ausstellungstext
Das Ende des Ersten Weltkrieges im Jahre 1918 markierte für Österreich nicht nur den Beginn der Demokratie mit dem Ausrufen der Republik, sondern bedeutete auch den Zerfall der Monarchie als ein Vielvölkerstaat unter der Vereinigung eines Herrschers. Diese Verkleinerung schuf fur die noch junge Republik eine völlig neue Situation und Gegebenheiten, mit der sie sich auseinander zu setzen hatte. Nun 100 Jahre später hat sich der europäische Gedanke in den Ländern verfestigt und Österreich ist gewachsener Teil einer nun als demokratisch vereinten Gemeinschaft EU. Ehemalige Kronländer und verfeindete Staaten bilden nun ein friedliches Konglomerat in einem gemeinsamen demokratischen Verband, wo unterschiedliche Kulturen und Sprachen nebeneinander existieren können. 1918 bedeutete auch für die weibliche Bevölkerung der jungen Republik Österreich ein einschneidendes Jahr: Nach langem Kampf wurden sie den Männern gleichgestellt und konnten erstmals aktiv und passiv an der Wahl teilnehmen. Österreich gehörte damit europaweit zu einem jener Länder, die Frauen am frühestendas Wahlrecht gewährte. 2018 jährt sich nun auch dieses für Österreichs Frauen bedeutende Jahr. In diesem Jahr wird aber auch einer der dunkelsten Jahre der jungen Republik gedacht, als Österreich in der Nacht vom 11. auf den 12. März 1938 sich durch den sogenannten „Anschluss“ mit dem nationalistisches Deutschland vereinigte. Die am 12. März das Kommando übernommene Wehrmacht-, SS- und Polizeieinheiten marschierten unter großem Jubel der Bevölkerung ein und die menschliche Katastrophe nahm ihren Anfang. In dieser Ausstellung soll dieser für Österreich bedeutenden Jahrestage gedacht werden, indem Arbeiten gezeigt werden, die sich mit diesem Teil der Geschichte kritisch auseinandersetzen und auch aus der heutigen Zeit rückblickend diese Jubiläen beleuchten. (© Gabriele Baumgartner)